Kamarun-Schafe
Das Kamerunschaf stammt aus Westafrika und kommt in verschiedenen Schlägen vor, die sich in Größe und Gewicht leicht unterscheiden. Oft sind die Tiere scheckig, z.B.: schwarz-weiß oder rot-weiß mit schwarzen Abzeichen. Gezüchtet werden in Deutschland hauptsächlich "naturfarbene" Schafe mit braunrotem bis kastanienfarbenen Rücken, schwarzen Bauch und schwarzen Abzeichen über den Augen, am Kinn und an den Beinen. Weibliche Tiere sind hornlos; wenn nicht, ist zumindest für die deutsche Population eine Einkreuzung von Heidschnucken, Muflons oder anderen zu vermuten.
Mit dem Klima in Deutschland kommen die Kamerunschafe erstaunlich gut zurecht. Ausreichend ernährt und geschützt durch einen trockenen Unterstand verbringt das Kamerunschaf den kältesten Winter ohne Schaden. In der Ernährung ist es unproblematisch. Wer nach der Sommerweide den Winter über nur Heu füttert, das tägliche Wasser und den Salzleckstein nicht vergisst, ernährt es ausreichend. Je nach Haltungsform bzw. Auslauf und Bodenbeschaffenheit sind Entwurmung und Klauenschnitt ein- oder mehrmals im Jahr notwendig
Kamerunschafe sind selten handzahm, eher wildartig , immer fluchtbereit und nach dem Einfangen (z.B. für den Klauenschnitt) besonders mißtrauisch. Sie sind auf der anderen Seite aber auch sehr naschhaft- nahezu fressgierig-, was die angenehme Folge hat, dass man sie mit gutem Futter leicht dirigieren, d.h. in den Stall oder auf eine andere Weide locken kann.
Im Verhältnis zum Körpergewicht nehmen Kamerunschafe sehr viel Futter auf. Trotzdem bringen sie die besten Voraussetzungen mit, nicht nur als Hobby, sondern auch aus wirtschaftlichen Überlegungen gehalten zu werden. Sie sind nämlich sehr produktiv, wachsen schnell, sind mit vier bis acht Monaten geschlechtsreif und bringen zweimal im Jahr ein bis drei Junge zur Welt. Frisches Lammfleisch ist eine besondere Delikatesse. Mit seinem günstigen Eiweiß/Fett- Verhältnis entspricht Lammfleisch voll und ganz dem Wunsch nach ausgewogener, gesunder Ernährung.
Ein besonderer Vorteil ist heute, dass man das Kamerunschaf nicht scheren muss. Die Schurkosten bei Wollschafen werden durch den Verkauf der Wolle schon lange nicht mehr gedeckt
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