Zwergziegen

Westafrikanische Zwergziege

Kennzeichen: Schulterhöhe: Bock: 45-50 cm, Geiß: 40-45 cm; Gewicht: Bock: 25-30 kg, Geiß: 20-25 kg; Farbe: schwarz, weiß, grau und braun in allen möglichen Variationen von einfarbig bis vierfarbig gescheckt; Gehörn: Bock: 2 säbelförmige Hörner bis 30 cm Länge, Geiß: 2 sichelförmige Hörner bis 20 cm Länge.


Verbreitung: Ursprünglich Westafrika. Heute auch in Europa und Nordamerika.


Eigenschaften: Zwergziegen spielen auch heute noch in der Ernährung vieler Völker eine große Rolle, da sie sehr robust und unanfällig gegen Krankheiten sind sowie sehr geringe Futteransprüche stellen. Sie sind sehr fruchtbar, Zwillinge sind die Regel, oft gibt es auch Drillinge. Sie fehlen kaum in einem Tierpark, da diese vorwitzigen, lebhaften und verschmusten Tiere jedes Kinderherz im Nu erobern. Viele Zwergziegen stehen als Kameraden bei Pferden in den Boxen, damit diese sich nicht einsam fühlen. In großen Pferdeställen darf auch heutzutage der Stallbock, meist ein Zwergziegenbock, nicht fehlen, der nach alter Überlieferung den Stall vor Krankheiten bewahrt.


Zuchtgeschichte: Bei der Zwergziege handelt es sich um eine alte Hausziegenrasse. Bereits im alten Ägypten wurde von ihnen berichtet. Die Verzwergung ist eine Anpassung an schlechte Umweltbedingungen, bei denen kleinwüchsige Tiere bessere Überlebenschancen haben. Zwergziegen unterscheiden sich nach ihrer Herkunft in Asiatische, Lappische, Arabische, Ost- und Westafrikanische Zwergziegen. Bereits Mitte des 17. Jahrhunderts wurden die ersten Zwergziegen aus Afrika nach Europa gebracht und erfreuten sich bald großer Beliebtheit. Doch erst 1996 wurde vom BDZ (Bundesverband Deutscher Ziegenzüchter) ein Herdbuch eingerichtet mit dem Ziel, eine kleine, fruchtbare und umgängliche Ziegenrasse zu züchten.